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Konstanz, Germany
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Stützwandbemessung in Konstanz: Standsicherheit am Bodenseeufer

Konstanz liegt auf 405 Metern Höhe, direkt am Bodensee. Die Altstadt drängt sich zwischen Seerhein und Hügelkante. Wer hier baut, kämpft fast immer mit beengten Platzverhältnissen. Eine Stützwandbemessung ist dann keine Option, sondern zwingend. In den letzten fünf Jahren haben wir über 40 Stützwände in der Region bemessen. Das Spektrum reicht vom Winkelstützmauerwerk für Einfamilienhäuser in Litzelstetten bis zur aufgelösten Bohrpfahlwand an der Uferlinie in Staad. Die Baugrundverhältnisse sind tückisch. Seeablagerungen wechseln auf kurzer Distanz mit Moränenmaterial der letzten Eiszeit. Ohne detaillierte Aufschlüsse vor der Bemessung steht die Standsicherheit auf tönernen Füssen. Wir ergänzen die Stützwandbemessung oft mit einer SPT-Bohrung zur Ermittlung der Lagerungsdichte im Kies oder einem CPT-Versuch, wenn weiche Seetone im Untergrund vermutet werden.

Eine Stützwand in Konstanz muss mehr können als Erddruck aufnehmen. Sie muss atmen können, wenn der See steigt.

Unser Ansatz

Das Klima in Konstanz ist feucht und im Winter oft frostfrei. Das klingt harmlos, hat aber Folgen für die Stützwandbemessung. Die hohe Seewasserstände im Frühjahr treiben den Porenwasserdruck in die Höhe. Eine Drainage hinter der Wand ist hier kein Detail, sondern die Hauptsache. Wir dimensionieren die Entwässerung immer für den Bemessungswasserstand HQ100. Dazu kommt der Frost. In strengen Wintern dringt die Kälte bis zu 80 Zentimeter in den Boden ein. Die Hinterfüllung muss frostsicher sein, sonst hebt es die Wand an. Unsere Nachweise berücksichtigen auch die Erdbebenlast nach DIN EN 1998-1 in Kombination mit der lokalen Geologie. Für komplexe Geometrien nutzen wir die Finite-Elemente-Methode. Und wenn die Standsicherheit eines bestehenden Hangs fraglich ist, ziehen wir eine Böschungsstabilitätsberechnung hinzu, bevor wir die endgültige Wandgeometrie festlegen.
Stützwandbemessung in Konstanz: Standsicherheit am Bodenseeufer

Örtliche Baugrundfaktoren

An der Seestrasse in Konstanz stand 2019 ein Mehrfamilienhaus kurz vor der Fertigstellung. Der Aushub für die Tiefgarage war mit einer Trägerbohlwand gesichert. Was fehlte, war eine ausreichende Bemessung des Wasserandrangs. Im März, als der Pegel stieg, drückte es die Sohle hoch. Ein klassischer hydraulischer Grundbruch. Die Sanierung dauerte Monate. Das ist genau das Szenario, das wir mit unserer Stützwandbemessung verhindern. Wir prüfen immer den Nachweis gegen Aufschwimmen und den gegen hydraulischen Grundbruch. Besonders am Seeufer. Wir modellieren die Wasserumläufigkeit unter der Wand. Und wir planen die Bauzustände. Denn eine Wand ist im Bauzustand oft kritischer als im Endzustand. Das vergessen viele.

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Geltende Normen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik), DIN 1054:2021-04 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN EN 1998-1:2010-12 + NA:2021-07 (Erdbebenbemessung), DIN 4085:2017-08 (Baugrund – Berechnung des Erddrucks), LUBW Leitfaden Hochwassergefahrenkarten Baden-Württemberg

Ergänzende Leistungen

01

Schwergewichtswände

Bemessung von unbewehrten und bewehrten Beton-Schwergewichtswänden für moderate Höhen bis ca. 4 Meter. Ideal für Hanggrundstücke in Wollmatingen.

02

Winkelstützwände

Wirtschaftliche Bemessung für Höhen bis 6 Meter. Wir optimieren die Abmessungen iterativ, um den Betonstahlbedarf zu minimieren. Inklusive Gleit- und Kippsicherheit.

03

Bohrpfahlwände

Aufgelöste oder tangierende Bohrpfahlwände für tiefe Baugruben am Hangfuss. Bemessung nach dem Bettungsmodulverfahren oder mittels Finiter Elemente.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
BemessungsnormEC 7 (DIN EN 1997-1) + DIN 1054
ErdbebennormDIN EN 1998-1/NA
LastannahmenStändig, veränderlich, aussergewöhnlich (Hochwasser, Erdbeben)
NachweisverfahrenGEO-2 und GEO-3 (analytisch + numerisch)
BodenkennwerteAbgeleitet aus Labor- und Feldversuchen nach ISO 17025
WasserstandBemessungswasserstand HQ100 nach LUBW
FrostzoneZone II, Frosttiefe bis 0.80 m
ErdbebenzoneZone 1 (DIN EN 1998-1), Untergrundklasse R

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Stützwandbemessung in Konstanz?

Die Honorare für eine Stützwandbemessung liegen je nach Komplexität zwischen €1.020 und €4.320. Eine einfache Winkelstützwand mit überschaubarer Geometrie ist günstiger. Eine verankerte Bohrpfahlwand mit Bauzustandsberechnungen und FE-Modellierung liegt am oberen Ende. Wir erstellen Ihnen nach erster Sichtung der Pläne ein Festpreisangebot.

Welche Bodenaufschlüsse sind vor der Bemessung nötig?

Mindestens eine SPT-Bohrung oder eine Rammsondierung bis unter das Wandfundament. Bei weichen Seetonen empfehlen wir zusätzliche CPT-Versuche. Die genaue Anzahl und Tiefe der Aufschlüsse legen wir nach Erkundung der Baustelle fest.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Für eine Standard-Winkelstützwand rechnen Sie mit zwei bis drei Wochen ab Vorliegen aller Baugrunddaten. Aufwändigere Wände mit numerischer Modellierung oder mehreren Bauzuständen benötigen etwa vier Wochen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Konstanz und Umgebung.

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