In Konstanz sehen wir bei Baugrundgutachten oft, dass die oberen drei Meter entscheidend sind – genau hier setzt die Schürfgrube an. Der Seeton im Stadtgebiet verhält sich anders als die sandigen Kiese der Niederterrasse, und bevor man eine Sondierbohrung ansetzt, lohnt sich der direkte Blick in die Grube. Unser Team führt den Aufschluss mit Bagger oder in Handschachtung aus, dokumentiert jede Schicht nach DIN 4023 und entnimmt gestörte wie ungestörte Proben fürs Labor. Seit Jahren arbeiten wir in den Hanglagen von Litzelstetten und in den engen Gassen der Altstadt – jede Baugrube erzählt ihre eigene geologische Geschichte. Die Kombination aus visueller Ansprache und begleitender Korngrößenanalyse liefert oft mehr Klarheit als ein rein indirektes Verfahren.
Eine Schürfgrube zeigt in zehn Minuten, wofür andere Verfahren Tage brauchen: die wahre Struktur des Bodens.
Unser Ansatz
Örtliche Baugrundfaktoren
Der Baggerlöffel setzt an, und schon nach wenigen Zentimetern zeigt sich, ob die Tragschicht trägt oder ob weiche Seesedimente anstehen – die Schürfgrube ist der ehrlichste Aufschluss. Das Risiko bei oberflächlicher Erkundung liegt im Nichterkennen von Torflinsen oder organischen Einlagerungen, die unter Last setzungsempfindlich reagieren. In den ufernahen Bereichen von Konstanz, etwa in Staad oder Paradies, treten zudem artesische Druckverhältnisse auf, die beim Öffnen der Grube sofort sichtbar werden. Wer hier nur rammsondiert, übersieht den Schichtenwasserzutritt und gefährdet die Standsicherheit der Baugrube. Unsere Dokumentation hält jeden Wasserzutritt mit Tiefe und Schüttung fest – nachvollziehbar für Bauherr und Prüfstatiker.
Video-Ressource
Geltende Normen
DIN EN 1997-1:2004 (Eurocode 7 – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik), DIN 4023:2006-02 (Geotechnische Erkundung – Baugrund- und Wasserbeschreibung), DIN EN ISO 17892 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben)
Ergänzende Leistungen
Maschinelle Schürfgrube
Aushub mit Minibagger oder Mobilbagger bis 4,5 m Tiefe. Ideal für die Erkundung von Gründungspolstern, Streifenfundamenten und Leitungsgräben in Konstanz.
Handschachtung
Manueller Aufschluss in beengten Altstadtlagen oder bei sensibler Infrastruktur. Schonende Freilegung von Fundamenten und Leitungen.
Probenahme und Labor
Entnahme repräsentativer Proben je Schicht. Im akkreditierten Labor bestimmen wir Korngrößenverteilung, Wassergehalt und Konsistenzgrenzen nach DIN EN ISO 17892.
Typische Parameter
Häufig gestellte Fragen
Wie tief kann eine Schürfgrube in Konstanz ausgeführt werden?
Maschinell erreichen wir mit dem Bagger üblicherweise 4,5 m unter Geländeoberkante. Bei größeren Tiefen oder anstehendem Grundwasser wechseln wir auf eine Kleinbohrung. Die Handschachtung endet aus Arbeitssicherheitsgründen bei 1,2 m.
Was kostet eine Schürfgrube in Konstanz?
Die Kosten für eine maschinelle Schürfgrube mit voller Dokumentation nach DIN 4023 und Probenahme liegen zwischen 520 und 800 Euro, abhängig von Tiefe, Zugänglichkeit und Anzahl der beprobten Schichten.
Ab wann ist eine Schürfgrube statt einer Bohrung sinnvoll?
Die Schürfgrube ist immer dann die erste Wahl, wenn die oberflächennahen Schichten bis etwa 4 m Tiefe erkundet werden sollen und die Baugrube befahrbar ist. Sie liefert eine ungestörte Ansicht des Schichtverbands, die kein Bohrverfahren in dieser Qualität bietet.
Wie werden die Proben aus der Schürfgrube transportiert?
Gestörte Proben füllen wir direkt in luftdichte Eimer. Ungestörte Proben entnehmen wir mit Ausstechzylindern und verpacken sie transportsicher. Der Transport ins Labor erfolgt noch am selben Tag, um Wasserverluste zu vermeiden.
