Wenn der Casagrande-Apparat im Labor in Konstanz anläuft und die Schale im Sekundentakt auf die Unterlage schlägt, zählt jeder Tropfen. Die Bestimmung der Atterberg-Grenzen ist der handwerklich präziseste Teil der gesamten Baugrunderkundung – und für die bindigen Böden rund um den Bodensee unverzichtbar. In Konstanz haben wir es häufig mit Geschiebemergel und Seetonen zu tun, deren Plastizitätsverhalten stark schwankt. Eine falsche Einstufung kann die komplette Gründung in Frage stellen.
Unser Labor am Hochrhein ist auf diese DIN-gestützte Prüfung spezialisiert. Bevor ein Bagger auf dem Baugrund in der Konstanzer Altstadt anrückt, ergänzen wir die Aufschlüsse oft mit einer Sondierbohrung nach SPT, um die Lagerungsdichte in den tieferen Schichten nicht aus dem Blick zu verlieren.
Die Atterberg-Grenzen sind kein akademisches Spielzeug – sie entscheiden über Hebungsrisiko, Frostempfindlichkeit und die zulässige Sohlspannung.
Unser Ansatz
Örtliche Baugrundfaktoren
Beim Bau einer Tiefgarage in der Zähringer Straße in Konstanz zeigten die ersten Bohrkerne einen steifen, sandigen Ton. Die Laboranalyse ergab eine Plastizitätszahl von 18 % – also mittelplastisch. Der Baugrund galt als unproblematisch, bis ein Wasserrohrbruch am Nachbargrundstück den Wassergehalt binnen drei Tagen um 6 % anhob. Der Ton wurde weich, die Konsistenz brach auf Ic = 0,4 ein. Wäre die Baugrube zu diesem Zeitpunkt offen gewesen, hätte die Sohlplatte auf einer puddingartigen Schicht gestanden. Solche Erfahrungen zeigen: Die Atterberg-Grenzen allein sind eine Momentaufnahme. Erst die Kombination mit dem natürlichen Wassergehalt und der genauen Kenntnis der Konstanzer Grundwasserschwankungen ergibt ein reales Bild. Wir dokumentieren deshalb jeden Zwischenfall und kalibrieren unsere Prognosen ständig nach.
Geltende Normen
DIN EN ISO 17892-12, DIN 18196 (Bodenklassifikation), DIN 4022 (Benennung und Beschreibung von Boden)
Ergänzende Leistungen
Korngrößenanalyse kombiniert
Sieblinie und Sedimentationsanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 für den vollständigen Aufbau des Feinkornanteils.
Wassergehalt und Dichte
Bestimmung des natürlichen Wassergehalts nach DIN EN ISO 17892-1 als Basis für die Konsistenzberechnung.
Glühverlust und Vb-Wert
Organische Beimengungen können die Plastizität verfälschen – wir quantifizieren das im Labor.
Proctorversuch
Für den Erdbau in Konstanz: optimaler Wassergehalt und Trockendichte nach DIN 18127.
Typische Parameter
Häufig gestellte Fragen
Was kosten die Atterberg-Grenzen im Labor für einen Standort in Konstanz?
Die reine Laborprüfung der Fließ- und Ausrollgrenze liegt zwischen 60 € und 100 € pro Probe. Wenn Sie mehrere Proben aus verschiedenen Tiefen benötigen – was in Konstanz bei heterogenem Untergrund sinnvoll ist – staffeln sich die Preise. Die Probenaufbereitung und der Trocknungsvorgang sind darin enthalten.
Warum reicht die Korngrößenanalyse allein nicht aus?
Die Korngrößenanalyse sagt Ihnen, wie viel Feinkorn im Boden steckt. Die Atterberg-Grenzen sagen Ihnen, wie sich dieses Feinkorn bei Wasseraufnahme verhält. Ein Schluff mit 60 % Feinkorn kann völlig unempfindlich sein, während ein Ton mit 40 % Feinkorn bei Regen aufweicht. Für die Frostsicherheit in der Region Konstanz ist das der entscheidende Unterschied.
Können Sie die Probenahme in Konstanz direkt übernehmen?
Ja, unser Bohrteam übernimmt die Entnahme gestörter Proben in Konstanz und Umgebung. Wir fahren die Sondierstellen mit eigenem Gerät an und stellen sicher, dass das Material luftdicht in Probenbeutel verpackt wird, bevor es ins Labor geht.
